Eine Terrassenrinne sorgt dafür, dass Regenwasser kontrolliert abfließt und sich keine Pfützen auf der Terrasse bilden. Richtig verlegt schützt sie Haus und Boden vor Wasserschäden — und hält die Terrasse auch nach starkem Regen sicher begehbar. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie Sie eine Terrassenrinne selbst verlegen.
Planung: Wo kommt die Rinne hin?
Vor dem Kauf müssen zwei Fragen beantwortet werden: Wo sammelt sich das Wasser, und wohin soll es abfließen?
- Hauswand: Eine Rinne direkt an der Hauswand schützt das Fundament vor eindringendem Wasser — besonders wichtig bei ebenerdig liegenden Terrassen
- Terrassenkante: Eine Rinne an der Außenkante leitet Wasser in den Garten oder die Kanalisation
- Terrassenmitte: Bei sehr großen Flächen kann eine zentrale Rinne das Gefälle auf beiden Seiten nutzen
Wichtig: Die Terrasse braucht ein Gefälle von mindestens 1,5–2 % zur Rinne hin. Das bedeutet: Pro Meter Länge fällt der Boden um 1,5–2 cm ab.
Das richtige Material wählen
Für Außenbereiche gibt es zwei bewährte Materialien:
- Kunststoff (PVC/PP): Leicht, günstig, frost- und UV-beständig — ideal für private Terrassen mit normaler Belastung
- Edelstahl: Robust, langlebig, pflegeleicht — empfohlen für stark beanspruchte Bereiche wie Einfahrten oder gewerbliche Terrassen
Für die meisten Hausgarten-Terrassen ist eine Kunststoffrinne mit Edelstahlrost die beste Kombination aus Preis und Qualität.
Terrassenrinne verlegen — Schritt für Schritt
1. Graben ausheben
Markieren Sie die Rinnenlinie und heben Sie einen Graben aus. Die Tiefe hängt vom Rinnenmodell ab — planen Sie zusätzlich ein Kiesbett von 10–15 cm als Unterbau ein. Die Breite sollte beidseitig ca. 5 cm breiter als die Rinne sein, um sie ausrichten zu können.
2. Unterbau vorbereiten
Füllen Sie den Graben mit verdichtetem Schotter oder Kies auf. Der Untergrund muss tragfähig und frostfrei liegen — bei Frosttiefe in Deutschland mindestens 80 cm unter der Geländeoberkante. Für private Terrassen ohne Fahrzeugverkehr genügen oft 15–20 cm Schotterbett.
3. Rinne einsetzen und ausrichten
Setzen Sie die Rinne auf den verdichteten Untergrund. Richten Sie sie mit einer Wasserwaage aus — sowohl quer (Rinne muss waagerecht liegen) als auch längs (leichtes Gefälle zum Ablaufpunkt hin, ca. 0,5 %).
Bei langen Rinnen mehrere Rinnensegmente aneinanderreihen und mit den mitgelieferten Kupplungen verbinden. Das Ende verschließen Sie mit einem Endstopfen, den Ablaufpunkt mit einem passenden Ablaufstutzen.
4. Rinne betonieren oder verfüllen
Füllen Sie die Rinne mit dem Abdeckrost auf, um sie vor dem Einbetonieren zu stabilisieren. Dann Magerbeton (C8/10) seitlich und unter die Rinne gießen. Der Beton muss die Rinne vollständig umschließen — außer am oberen Rand, der plan mit dem späteren Belag abschließen soll.
Aushärtungszeit abwarten: Mindestens 24 Stunden, bevor die Rinne belastet wird.
5. Terrassenbelag verlegen
Der Terrassenbelag (Pflastersteine, Platten, WPC-Dielen) wird bündig an die Rinne herangeführt. Die Oberkante des Rostes sollte plan mit dem Belag abschließen oder maximal 3 mm darüber liegen — so fließt Wasser sicher in die Rinne und es entsteht keine Stolperkante.
Anschluss an die Kanalisation
Regenwasser von der Terrasse darf je nach Gemeinde in die Kanalisation oder muss in die Versickerung geleitet werden. Prüfen Sie lokale Vorschriften. Für die Versickerung eignet sich ein Sickerrohr oder ein Kiesgraben am Ende der Rinne.
Wartung und Reinigung
- Frühjahr und Herbst: Rost herausnehmen, Rinne von Laub und Schmutz befreien
- Nach starkem Regen: Kontrolle ob Wasser korrekt abläuft
- Rost reinigen: Edelstahlrost mit Wasser abspülen, bei Hartnäckigem mit Bürste nachhelfen
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